Uranotypien

Versuchsreihe: Tonug von SW-Barytabzügen mit Metalsalzen
2001-2002

Teaserfoto: Elisenfels

1. Rötlichbraune Färbung der Bromsilberbilder erzielt man durch
Anwendung des Urantonbades ...

Joseph Maria Eder

Rezepte und Tabellen für Photographie und Reproduktionstechnik

Halle an der Saale, 1906

... und zwar in der auf S.79 angegebenen
Zusammensetzung (Uranverstärkung). Verdünnt man diese Uranlösung mit
gleichen Teilen Wasser, so verläuft der Prozess etwas langsamer und kann
leichter überwacht werden. Die Papierbilder sind vor dem Eintauchen ins
Tonbad mit Wasser anzufeuchten. Ganz kurze Einwirkung des Uranbades
ändert die dunkle Nuance der Bilder in einem schwärzlich-braunen Ton,
bei längerer Einwirkung wird die Farbe greller. Die Kopien müssen im
Tonbad bewegt und dann so lange gewaschen werden, bis reine Weissen
entstanden sind. Ein zu langes Auswässern macht die Tonung rückgängig;
schwach alkalische Lösungen von Soda und Ammoniak heben die Tonung rasch
auf.

2. eine andere rötliche Nuance erzielt man, wenn man 20ccm einer roten
Blutlaugensalzloesung (1:100) mit 30ccm einer Urannitratlösung (1:100),
12ccm verdünnter Salzsaeure (10ccm chemisch reine Salzsaeure verdünnt
mit 100ccm Wasser) und 5ccm Rhodanammoniumlösung (1:20) mischt und
schliesslich noch 80ccm Wasser zusetzt. Die Farbe der fixierten und
gewaschenen Bromsilberbilder geht in diesem Bade von Sepiabraun ins stark
Roetliche ueber.

3. Ein Uran-Tonbad, wie es auch zum Brauntonen von Kino-Positivfilmen
verwendet wird (s.S. 169). 1%ige Lösung von Kaliumbichromat 50ccm,
Urannitrat 550g, Oxalsäure 500g.