Monte Care Alto 2015

Borderline Projekt

 
 

Kleiner Pal 2015

Borderline Projekt

 
 

Berge II

Berge, Projekt seit 2012

 
 

Ulrich Schmitt Berge bei Hootz Holzer

Ulrich Schmitt Berge
bei
HOOTZ + HOLZER

Einladung zur Ausstellungseröffnung

In Fortsetzung unserer Ausstellungsreihe möchten wir Sie
einladen, am Donnerstag, den 30.10. 2014, ab 18.00 Uhr
in die Erzgiessereistrasse 24, 80335 München

 
 

A Giant Awakened: Zwischen Gotik und Gothic

Dass zwischen der gotisierenden deutschen Heimatfotografie und der angelsächsischen Gothic Fiction unterirdische Verbindungslinien existieren, wurde mir zum ersten Mal bewusst, als mir ein amerikanisches Life Magazin vom Mai 1954 in die Hände fiel. Es war ein Sonderheft über Deutschland, genauer über die Bundesrepublik, die zu diesem Zeitpunkt knapp fünf Jahre alt war.

Das Cover zeigt die Ostfront von Schloss Neuschwanstein aus der Vogelperspektive, darunter die Füssener Ebene mit winzigen Häusern, Feldern, Wäldern: „Beautiful Bavaria“, eine Aufnahme des amerikanischen Fotografen Duncan Edwards. Oberflächlich gesehen unterscheidet sich das Life-Cover kaum von dem eines „Schönen Heimat“-Bandes, sieht man von der Farbigkeit einmal ab. Ein sagenumwobenes Deutschlandbild wird gezeichnet, eine wald- und schlossreiche Anderswelt, die auf ewig in den Träumen und Alpträumen historischer Erinnerung eingesponnen scheint. Diagonal über die obere rechte Bildhälfte läuft ein schwarzes Band mit dem Schriftzug: Special Issue Germany – A Giant Awakened. Die Aufmachung lässt an den Blick aus einem Flugzeug denken – oder tatsächlich an den Blick eines „erwachten Riesen“, der sich begehrlich auf das Bergschloss des Märchenkönigs senkt – Ludwigs Stein gewordene Idealvorstellung einer Ritterburg mit Türmen und Ziertürmchen, Giebeln, Zinnen und Balkonen, der nur eines fehlt, was im Mittelalter unverzichtbar war: die militärischen Befestigungsanlagen.

Möglicherweise hat das Life-Cover Walt Disney zu seinem Dornröschen-Schloss inspiriert. Vier Jahre später erschien die Zeichentrick-Adaption Neuschwansteins in Sleeping Beauty.

Das deutsche Sonderheft war ganz offensichtlich als vertrauensbildende Maßnahme gedacht. Es sollte den amerikanischen Lesern ein positives Bild des entnazifizierten, ehemaligen Aggressors nahe bringen. Die USA brauchten die Deutschen jetzt als Bündnispartner – gegen die neue Schreckensmacht Sowjetunion. Auf dem Boden der westdeutschen Länder war die Wiederbewaffnung in vollem Gang. Ein knappes Jahr nach dem Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni, machten sich die USA daran, atomar bestückte Kurzsteckenraketen in Stellung zu bringen. ...  

 
 

GERMANY'S STRUGGLE TO BECOME A NATION

Chancellor of Germany Writes an Introduction for This Special Issue

by Konrad Adenauer 1954

When I first learned that the editors of LIFE were preparing this special
issue on Germany and were attempting, even within the necessarily
limited scope of several dozen pages, to bring the American
people into a closer understanding of some aspects of my country, I
was most heartened. For in these tense times, when America and
Germany find themselves, after a long period of war and enforced mis
understanding,facing a common danger and the same crisis of survival,
it is imperative that they know one another. For the times are indeed
perilous and the forces which would divide us most persistent.
I have before me an Atlas of World History, published in Germany
in 1953. Its maps show the territorial changes which have come from
historic developments, especially from wars [see Struggle to Become
a Nation, p. 14]. It shows, much more directly than does written history,
where tensions on this globe have led to catastrophes. For, after
all, every war is basically a catastrophe.
It is a book which gives rise to serious thought. The maps show
alarmingly how freedom in Europe is being pushed back farther and
farther by the colossus of Russian Communism. That area of the
Europe-Asia land mass in which freedom still prevails has become
frighteningly small in Europe since Russia's power reached the Elbe. ...  

 
 

Die Amerikanersiedlung am Perlacher Forst 1993

Textfragment von 1958

Zu einer eigenen kleinen Stadt hat sich die Amerikanersiedlung am Perlacher Forst ausgewachsen. Klein-Amerika, wie es im Volksmund genannt wird, beherbergt in 131 Häusern mit rd. 1900 Wohnungen, davon 78 größere Standard-Wohnblöcke zu je 18 Wohnungen, sowie in 50 Ein- und Zweifamilienhäusern etwa 8000 Amerikaner, Angehörige der US-Streitkräfte und ihre Familien. Eine Volksschule, die Platz für 500 Kinder hat, eine höhere Schule, ein Knaben- und Mädchenpensionat, Kindergärten, Spielplätze, ein Lichtspieltheater für 500 Besucher und ein Klubheim sowie ein Fernheizwerk sind Bestandteile der Wohnsiedlung, die in grosszügig angelegte GrünflaÅNchen am Waldrand eingebettet liegt und durch ein breites Ringstraßensystem mit weiten Parkstreifen erschlossen wird. Ihre Krönung fand die Siedlung durch die Inbetriebnahme eines vom Bund errichteten modernen Krankenhauses, bestehend aus einem Behandlungsbau mit neuzeitlichst ausgestatteten Operationssälen und Laboratorien und einem besteingerichteten Bettenbau für 300 Kranke. Die Errichtung dieser Siedlung ermöglichte es, daß zahlreiche deutsche Familien in ihre bisher von der Besatzungsmacht beschlagnahmten Wohnungen zurückkehren konnten. Nach Eröffnung des neuen US-Krankenhauses konnte das ebenfalls beschlagnahmte stadteigene Schwabinger Krankenhaus wieder völligfür die deutsche Zivilbevölkerung freigemacht werden. Später einmal soll die ganze Siedlung mit allen ihrenEinrichtungen in deutsche Hände übergehen.

München setzt Stein auf Stein, 1958 ...  

 
 

Siedlungen 1992

Dokumentarische, verfremdende Arbeit über Siedlungen aus den 30er und 40er Jahren
anhand alte Stadtpläne aus dem Stadtarchiv München.

 
 

Allach

Wohnen nach 1945 am Stadtrand von München